Sonntag, 9. Februar 2014

{lets talk about} LOVE

… ja, ja, die liebe Liebe. Das ist ja so eine Sache mit ihr. Je nachdem, ob man gerade glücklich verliebt oder unglücklich frustriert ist, wird sie ja ganz anders behandelt, die Liebe. Dabei kann die Ärmste ja gar nichts dafür. Irgendwie sind es ja wir, die das ganze Schlamassel anrichten oder uns in himmlische Höhen begeben, ohne daran zu denken uns mit Fallschirmen abzusichern.
Ich bin auch so ein Mädchen, dass immer voll und ganz liebt, ohne angezogene Handbremse oder Sicherheitsgurt. Ich bin da höchst emotional (und halte mich selbst für einen ganz passablen Kandidaten, um eines Tages als "manisch-depressive" Patientin auf der Couch zu liegen, ehrlich!). Und weil ich mir gerade nicht die nötigen Therapiestunden leisten kann, schreibe ich jetzt eben hier…. über alles, was so los ist in Sachen Liebe (und wenn tote Hose ist, dann auch darüber). Dabei bin ich eigentlich mit einem gewissen Grundstock an Liebe versorgt - ich bin nämlich verheiratet und man müsste doch meinen, dass diese romantische Sause nach dem "ja, ich will!" auch genauso schön vor sich hin plätschert. Um das mal ganz ehrlich zu beantworten: Nein! Das tut sie nicht! 
Ich bin eine Ehefrau und als solche kocht und putzt man, man besorgt die schönsten Weihnachts- und Geburtstagsgeschenke für den Liebsten, man trifft sich mit Schwiegereltern und zieht ab und zu mal was aufregendes für den eher routinemäßigen Sex am Sonntag Abend nach dem Tatort an. Natürlich kann man versuchen da immer mal frischen Wind reinzubringen, so theoretisch…. wenn man nicht mit der Zeit genauso bequem werden würde, wie der Partner. Am Anfang war alles noch neu und aufregend (und das kennen wir ja wohl alle…. selbst mit neuen Schuhen ist es am Anfang immer ganz aufregend!), aber irgendwann pendelt sich das ein, wie eine sanfte Schaukel, die schön beständig und vorhersehbar hin und her schwingt. Und daran ist ja prinzipiell nichts falsches, immerhin schläft man in so einer Schaukel sicher und beruhigt ein.
ABER wenn dann quasi nebenan so ein Jahrmarkt ist, der aufregend blinkt und mit verlockender Musik für die Aufregenden Fahrgeschäfte wirbt, ja dann ist es eben doch schwierig lieb und brav in der Schaukel sitzen zu bleiben.
War das jetzt zu metaphorisch oder ist klar, dass ich eine Affäre damit meine?

Das ist nämlich das eigentliche Dilemma: Ich habe einen Mann und ich habe eine Affäre. 

Der Klassiker.

Und ich finde, dass es für so einen Klassiker ruhig mal einen anständigen Ratgeber geben sollte, immerhin dürfte das ja viele Frauen und Männer beschäftigen, oder? Aber außer einem "lassen Sie sich nicht erwischen und gestehen sie ihrem Partner die Affäre nicht, nur um ihr schlechtes Gewissen zu erleichtern" bieten die nun wirklich nichts. Dabei ist diese Situation schon ziemlich verzwickt, und wenn dann auch noch die Liebe dazwischen funkt, ja dann wird es richtig kompliziert. Denn wen liebe ich denn jetzt am Ende? Den Mann, dem ich das versprochen habe? Den Anderen, bei dem ich die Schmetterlinge noch fühle? Beide, weil ich ja auf keinen verzichten will? Oder keinen, weil ich beide ja irgendwie hintergehe? 

Genau diese Frage werde ich versuchen, hier zu lösen. Wäre ja gelacht, wenn sich da keine Lösung finden lässt…. 

In Liebe A.


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